G E S C H I C H T E N   A U S   G L Ö D N I T Z ::

das irrlicht :: das verlorene lamm :: der wilde mann :: türken im gurktal :: hemma-ofen ::
wetterhexen :: die teadin :: die goldmühle :: der unhold ::
am schönsonntag ::



impressum  
  
 
 
 
 

 

Der Hemma-Ofen

Hoch oben im Glödnitztal, oberhalb der Stiertratte, gelangt man zu einem schauerlichen Kalkfelsen, der Hemma-Ofen genannt. Die Sage macht ihn zum Lieblingssitz der Stifterin von Gurk. In der Höhlung dieses Felsens habe sie gesessen und ihren Bergknappen, die im gegenüberliegenden Kuster arbeiteten, sowie den bei der nahen Salzpfanne beschäftigten Leuten zugesehen. Nach der Ermordung ihrer Söhne habe sie ihren Vermählungsring in den unterhalb gelegenen kleinen Teich geworfen, mit den Worten: "Bis dieser Ring nicht wieder gefunden wird, sollen die Silberadern des Kusters unsichtbar werden und die Salzquellen versiegen!" So seien die dortigen Silberbergwerke und die Salzquelle eingegangen. Die vielen Schächte im Kuster sind noch heute zu sehen, den Ort der Salzquelle zeigt zwar der Sage nach das im "träufenden Ofen" eingehauene Kreuz, die Quelle selbst aber hat noch keiner gefunden.


 

 
   © 2006 by Markus Ertl •  markus.ertl@ktn.gde.at