Mit dem Auto fährt man von Klagenfurt in etwa einer Stunde über Pontebba nach Dogna, der wohl traurigsten Siedlung im Ferro-Tal. Dann geht es sehr spektakulär etwa fünfzehn Minuten entlang einem Sträßchen, das sich am Berghang mehr oder weniger erfolgreich festkrallt, bis Chiout, einem Weiler, bestehend aus einigen wenigen intakten und mehreren verfallenen Häusern. Von dort starten wir heute um etwa 09.30 Uhr unsere Tour bis zum Talschluss des Dogna-Tals.

Abb. 1: Start in Chiout
Vorerst geht es auf einer unmöglich zu befahrenden Asphaltstraße nach unten. Nach etwa zwanzig Minuten erreichen wir das verschlafene Nest namens Pleziche, das offensichtlich von einigen Aussteigern bewohnt wird, die sich an einer Kreissäge abmühen. Wir lassen den Weiler rechts liegen und biegen in einen Pfad, wo uns ein Schild signalisiert, dass der folgende Weg nicht begehbar ist, was wir natürlich ignorieren. Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir eine Brücke, die wir queren und anschließend steil aufsteigen.

Abb. 2: Aufstieg im lichten Wald
Sabine gibt im Aufstieg Gas und schon bald erreichen wir den angepeilten Schotterweg. Das Tal weitet sich, die Blicke auf den Montaschzug und den Monte Cimone, über die sich die Sonne quält, sind beeindruckend.

Abb. 3: Ein Sonnenbalkon
Nach einiger Zeit erreichen wir eine Furt, an der wir den Rio di Montasio queren. Immer wieder bleiben wir stehen, um die grandiose Felsszenerie und die eindrucksvollen Lichtspiele zu genießen.

Abb. 4: Die Furt am Rio di Montasio

Abb. 5: Lichtspiele über dem Montaschzug
Auf dem Schotterweg geht es zuerst weiter bergauf, dann sanft Auf und Ab, bis wir ein trockenes Hochmoor erreichen.

Abb. 6: Blicke nach oben

Abb. 7: Ich bin auch dabei!

Abb. 9: Rückblick
Wir steigen weiter leicht aufwärts auf einem markierten Pfad. Bald entdecken wir etwas abseits vom Weg einen riesigen alten Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg. Das Val Dogna war einst einer der Hauptprotagonisten des grausamsten Gebirgskrieges in der Geschichte der Menschheit. Wir genehmigen uns warmen Kaffe. Irgendwann – kurz vor dem Talschluss – queren wir eine riesige Furt und erreichen unseren Rastplatz direkt am Plan di Spadovai (1.075 m). Natürlich muss auch dort fotografiert werden.

Abb. 10: Was du wollen?

Abb. 11: Pause bei Wurstsemmel und Bier
Nach etwa einer Dreiviertelstunde brechen wir wieder auf. Wir entscheiden uns, nicht denselben Weg retour zu gehen, sondern eine lange Asphaltstrecke in Kauf zu nehmen. Nach etwa eineinhalb Kilometern erreichen wir den ersten Tunnel, Sabine gibt wieder Gas.

Abb. 12: Raus aus dem Tunnel
Kurz nach dem Tunnel gelangen wir zu einer Bunkeranlage und den Ruinen des villagio di guerra aus dem Ersten Weltkrieg. Natürlich nutzen wir diese Entdeckung für eine intensive Erkundung. Wir finden eine riesige Schützengrabenanlage vor, ein Relikt aus einer vergessenen Zeit.

Abb. 13: Bunkeranlage
Wir gehen weiter die Straße runter, queren einen zweiten Tunnel und gelangen fünfzehn Minuten später in eine seltsame Ortschaft namens Case Costasacceto.

Abb. 14: Case Costasacceto (im Hintergrund die Montasch-Westwand)
Von diesem Dörfchen ist es nur noch ein Katzensprung zu unserem Ausgangspunkt, dem verschlafenen Chiout, das wir um etwa 15.15 Uhr glücklich erreichen.

Abb. 15 Verfallene Hütte, Montasch und ich (von rechts)














