Im Val Dogna

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Mrz 172012
 

Mit dem Auto fährt man von Klagenfurt in etwa einer Stunde über Pontebba nach Dogna, der wohl traurigsten Siedlung im Ferro-Tal. Dann geht es sehr spektakulär etwa fünfzehn Minuten entlang einem Sträßchen, das sich am Berghang mehr oder weniger erfolgreich festkrallt, bis Chiout, einem Weiler, bestehend aus einigen wenigen intakten und mehreren verfallenen Häusern. Von dort starten wir heute um etwa 09.30 Uhr unsere Tour bis zum Talschluss des Dogna-Tals.

Start in Chiout
Abb. 1: Start in Chiout

Vorerst geht es auf einer unmöglich zu befahrenden Asphaltstraße nach unten. Nach etwa zwanzig Minuten erreichen wir das verschlafene Nest namens Pleziche, das offensichtlich von einigen Aussteigern bewohnt wird, die sich an einer Kreissäge abmühen. Wir lassen den Weiler rechts liegen und biegen in einen Pfad, wo uns ein Schild signalisiert, dass der folgende Weg nicht begehbar ist, was wir natürlich ignorieren. Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir eine Brücke, die wir queren und anschließend steil aufsteigen.

Aufstieg
Abb. 2: Aufstieg im lichten Wald

Sabine gibt im Aufstieg Gas und schon bald erreichen wir den angepeilten Schotterweg. Das Tal weitet sich, die Blicke auf den Montaschzug und den Monte Cimone, über die sich die Sonne quält, sind beeindruckend.

Sonnenbalkon
Abb. 3: Ein Sonnenbalkon

Nach einiger Zeit erreichen wir eine Furt, an der wir den Rio di Montasio queren. Immer wieder bleiben wir stehen, um die grandiose Felsszenerie und die eindrucksvollen Lichtspiele zu genießen.

Rio di Montasio
Abb. 4: Die Furt am Rio di Montasio

Sonne über den Rio di Montasio
Abb. 5: Lichtspiele über dem Montaschzug

Auf dem Schotterweg geht es zuerst weiter bergauf, dann sanft Auf und Ab, bis wir ein trockenes Hochmoor erreichen.

Weiter gehts
Abb. 6: Blicke nach oben

Noch weiter gehts
Abb. 7: Ich bin auch dabei!

Lichteinfall
Abb. 9: Rückblick

Wir steigen weiter leicht aufwärts auf einem markierten Pfad. Bald entdecken wir etwas abseits vom Weg einen riesigen alten Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg. Das Val Dogna war einst einer der Hauptprotagonisten des grausamsten Gebirgskrieges in der Geschichte der Menschheit. Wir genehmigen uns warmen Kaffe. Irgendwann – kurz vor dem Talschluss – queren wir eine riesige Furt und erreichen unseren Rastplatz direkt am Plan di Spadovai (1.075 m). Natürlich muss auch dort fotografiert werden.

Was du wollen?
Abb. 10: Was du wollen?

Pause
Abb. 11: Pause bei Wurstsemmel und Bier

Nach etwa einer Dreiviertelstunde brechen wir wieder auf. Wir entscheiden uns, nicht denselben Weg retour zu gehen, sondern eine lange Asphaltstrecke in Kauf zu nehmen. Nach etwa eineinhalb Kilometern erreichen wir den ersten Tunnel, Sabine gibt wieder Gas.

Tunnel
Abb. 12: Raus aus dem Tunnel

Kurz nach dem Tunnel gelangen wir zu einer Bunkeranlage und den Ruinen des villagio di guerra aus dem Ersten Weltkrieg. Natürlich nutzen wir diese Entdeckung für eine intensive Erkundung. Wir finden eine riesige Schützengrabenanlage vor, ein Relikt aus einer vergessenen Zeit.

Stellung
Abb. 13: Bunkeranlage

Wir gehen weiter die Straße runter, queren einen zweiten Tunnel und gelangen fünfzehn Minuten später in eine seltsame Ortschaft namens Case Costasacceto.

Case Costasacceto
Abb. 14: Case Costasacceto (im Hintergrund die Montasch-Westwand)

Von diesem Dörfchen ist es nur noch ein Katzensprung zu unserem Ausgangspunkt, dem verschlafenen Chiout, das wir um etwa 15.15 Uhr glücklich erreichen.

Letztes Foto
Abb. 15 Verfallene Hütte, Montasch und ich (von rechts)

Am Rande des Karsts

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Jan 192012
 

“Tiefer gehen” lautet das letzte Werk der Autoren des Unikum-Teams. Wir nützen einen Vorschlag des Büchleins zu einer Kultur- und Naturtour während eines Kurzaufenthaltes in Aurisina in der Nähe von Triest. Es handelt sich dabei um eine weitgehend einsame Wanderung durch eines der letzten Täler vor der Adriaküste in Slowenisch-Istrien von Crni kal (St. Serg) bis nach Hrastovlje (Chrästeirach) und retour.

Crni kal
Abb. 1: Der schiefe Turm von Crni kal

Ausgangspunkt ist das Dörfchen Crni kal in der Nähe der längsten Autobahnbrücke Sloweniens, wo uns ein schiefer Kirchturm, der von einem lächerlich dünnen Stahlseil am Kippen gehindert werden soll, willkommen heißt. Am nördlichen Ortsrand steigen wir auf einem Weg steil bergan, bis wir eine Burgruine erreichen. In der Folge ergeben sich schöne Ausblicke ins südliche Tal.

Crni kalAbb. 2: Rückblick

Wir wandern ständig entlang der Geländekante und genießen die wunderbare Luft, die zwar vom Hochnebel durchzogen ist, aber außerordentlich frisch ist. Das nahe Meer macht sich stark bemerkbar.

Im Karst
Abb. 3: Karststufen

Rückblick
Abb. 4: Talschaft

Über ein gesichertes Stück Fels steigen wir vertikal kurz ab, um anschließend wieder langsam nach oben zu gehen. Wir queren Höhlen und typische Karstlandschaften, die auch für Kletterer attraktiv zu sein scheinen.

Karstfelsen
Abb. 5: Kletterregion

Wir überqueren sehr behutsam die Eisenbahngleise. Wenige Augenblicke später düsen die Bahnwagons vom Meer kommend auch schon vorbei.

Bahnverkehr
Abb. 6: Die Geleise sollten schnell gequert werden …

Schon bald befinden wir uns wieder auf der Geländekante und marschieren dort etwa eine halbe Stunde mit wunderbaren Blicken entlang. Bald ergeben sich Ausblicke auf Podpec, ein Dörfchen, dass sich dem Fuße des Berges angeschmiegt hat.

Geländekante
Abb. 7: Geländekante

Podpec
Abb. 8: Blick auf Podpec (vorne) und Hrastovlje (hinten)

Zlumpat
Abb. 9: Immer wieder leicht windig

Über eine alte Turmruine steigen wir ins Dorf Podpec ab. Eine verlassene und scheinbar aufgegebene Ortschaft. Ein Hund, der offenbar das obere Stockwerk eines leerstehenden Hauses bewohnt, heißt uns willkommen.

Dorfbewohner
Abb. 10: Der Dorfbewohner

Vom geisterhaften Podpec steigen wir weiter taleinwärts bis zur nächsten größeren Siedlung Hratovlje, den äußersten Punkt unserer Tour. Hier steht eines der größten sakralen Denkmäler Sloweniens in Form der Dreifaltigkeitskirche, welche den berühmten mittelalterlichen Totentanz in Fresken beinhaltet. Wir genießen ein leckeres Essen vor der Kirche und wenden uns anschließend wieder in unsere Ausgangsrichtung.

Hrastovlje
Abb. 11: In Hrastovlje

Bei unserem Rückweg queren wir das seltsame Örtchen Loka. Wiederum ein weitgehend verlassener und dem Verfall preisgegebener Weiler, der seine Blütezeit noch vor seiner Zerstörung im Jahr 1615 durch die Uskoken erlebte.

Loka Nr. 27
Abb. 12: Loka Nr. 37

Gefährt
Abb. 13: Das Gefährt passt zur Umgebung

Vom oberen Ortsrand von Loka aus durchschreiten wir einen Wald ständig aufwärts, bis wir etwa sechs Stunden nach Aufbruch unseren Ausgangspunkt erreichen.

Abends quartieren wir uns in einem Bauernhof in Aurisina nahe Triest ein. Nachdem eine geöffnete Kneipe nicht auffindbar ist, versorgen wir uns beim örtlichen Spar mit Essen und Getränken und lassen den Abend bei Wein (und Karaoke aus dem winzigsten Fernsehgerät der Welt) gemütlich ausklingen.

Studium
Abb. 14: Ich studiere …

Wein
Abb. 15: … Sabine denkt nur an den Wein

Glücklich
Abb. 16: Ende

Loiblpass

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Dez 312011
 

Jahresabschlusswanderung. Vom Beginn der alten Straße auf den Loiblpass. Anschließend mampfen wir etwas auf einem verlassenen Hochstand.

Ausblick
Abb. 1: Rundumblick

Am Pass
Abb. 2: Auf der alten Passstraße

Slowenien
Abb. 3: Blick nach Slowenien

Passstraße
Abb. 4: Straße nach Slowenien

Rückweg
Abb. 5: Durchschreitung am Rückweg

Fahren verboten
Abb. 6: Flotter Rückweg

Pause
Abb. 7: Geeigneter Pausenplatz

Tanz
Abb. 8: Tanzstudie

Abwärts
Abb. 9: Abwärts

Markus
Abb. 10: Ich war auch dabei (hier vor Alt St. Leonhard)

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