Am Affenberg in Landskron mit Conny, Dani und Magdalena.

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Am Affenberg in Landskron mit Conny, Dani und Magdalena.

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Freitag nachmittags fahren wir über Salzburg nach Fürstenfeldbruck in der Nähe von München. Tags darauf sehen wir uns das Glanzlichter-Naturfotofestival an. Während der Vortrag von Holger Lorenz zum Thema “USA – Wunder des Südwestens” eher langweilig, dafür mit tollen Photographien bereichert ist, ist die Show von Heiko Beyer und Markus Friedrich zum Thema “Mexiko – Durchs Land der Maya und Azteken” genial. Tags darauf verlassen wir das sympathische Städtchen wieder und fahren heim.

Abb. 1: “Ein Vogelhaus!”

Abb. 2: Im Stadtpark

Abb. 3: Kunst an der Wand

Abb. 4: Verrückte Meute vor Weißkopfseeadler

Abb. 5: Pause vor dem Stift
Bevor wir zu unserem Hotel in Nago kommen, queren wir bei Dro Richtung Drena ab, um zur abenteuerlichen, wildromantischen Schlucht des Rio Sallagoni zu gelangen. Bereits zu Beginn überraschen mehrere überhängende C-Stellen.
Abb. 1: Sallagonischlucht – Klettersteigbeginn

Abb. 2: Sabine im Anstieg

Abb. 3: Sabine hängt ab
Ein großer Spreizschritt und wir steigen zum Bach ab, der stark wasserführend ist. Dann wieder leicht rauf und über ein äußerst wackelige Seilbrücke.

Abb. 4: Schluchtenabenteuer

Abb. 5: Neuerlicher Aufstieg

Abb. 6: Die Schlucht weitet sich
Es geht wieder nach unten, und wir tänzeln auf aus dem Bach stehenden Steinen entlang. Lange geht es dahin, bis wir den zweiten Teil der Ferrata erreichen. Dort wurde kein Seil angebracht, lediglich ein paar Klemmen erleichtern den Aufstieg. Im Wesentlichen handelt es sich um Stellen mit Schwierigkeitsgrad B, wobei ich – tolpatschig wie ich nunmal bin – auch einmal bis zum Knie im Wasser versinke.

Abb. 7: Klettersteig, Teil 2
Die Stufen werden enger. Wir erreichen den Ausstieg direkt unter einer riesigen Kläranlage. Die Weinberge steigen wir hoch bis zum Castello Drena, wo wir uns im örtlichen Schirmlokal neben einem lustigen Kanalarbeiter, der kurzzeitig im Untergrund verschwindet, ein Bier gönnen. Schließlich steigen wir die Straße querend auf einem alten Weg wieder ab. Als wir den Parkplatz erreichen, sind wir etwas mehr als zwei Stunden unterwegs.

Abb. 8: Castello Drena

Abb. 9: Am Ende
Wer die Geschichte vom Freiheitskämpfer kennt, kann sich ausmalen, welches Abenteuer die Bewältigung eines gleichnamigen Klettersteiges bieten soll. Das verifizieren wir, indem wir mit dem Auto etwa 20 Minuten von Nago nach Pietramurata gondeln, wo wir in einem Industriegebiet parken und uns auf das Abenteuer der Superlative einlassen. Majestätisch bäumt sich das Bergmassiv vor uns auf.

Abb. 10: Das Massiv, im linken Bereich erfolgt der Aufstieg
Ab 08.50 Uhr steigen wir steil bergauf. Etwa 25 Minuten später befinden wir uns am Einstieg des technisch weniger schwierigen (C) aber konditionell brutal fordernden Klettersteigs Ernesto Che Guevara. Bereits der erste Aufschwung hat es in sich. Im Nachhinein befinden wir die ersten Meter als die technisch anspruchvollsten, wenn diese auch in der offiziellen Kletter-Topographie lediglich mit B/C bewertet werden.

Abb. 11: Erste Aufschwünge

Abb. 12: Aufwärts
Der Aufstieg ist zäh und lange. Da ich etwa fünf Liter Wasser zusätzlich im Rucksack trage, ist es für mich außerordentlich schweißtreibend. Einige Klettereinlagen und wir befinden uns schon bald am alten Einstieg. Dort geht es über unendlich viele Klammern geradewegs nach oben, was ich als äußerst belastend empfinde. Wir queren Teile des riesigen horizontalen Felsplateaus.

Abb. 13: Ausblicke

Abb. 14: Felsquerung
Weiter geht es nach oben, vorwiegend auf B-wertigen Stellen und in schwierigem Gehgelände. Nach einer gefühlten Ewigkeit befinden wir uns beim Wandbuch, wo ich eine nette Notiz hinterlasse. Noch 450 Höhenmeter liegen vor uns.

Abb. 15: Am Wandbuch
Steil weiter. Nach vielen Höhenmetern schließlich noch zwei schwierige Steigstellen (B/C und C) und ein weiteres gesichertes Band. Dann endlich befinden wir uns am wunderschönen Hochplateau, wo wir unsere geschundenen Kadaver ins Gras schmeißen und glücklich sind.

Abb. 16: Sabine kommt höher

Abb. 17: Dem Gipfel vorgelagert

Abb. 18: Den Toblino-See im Blick

Abb. 19: Am Hochplateau angelangt

Abb. 20: Am Gipfel
Nach einer kurzen Pause und einer Tafel Schokolade geht es an den Abstieg. Schon bald bemerken wir schockiert, dass wir den markierten Steig verloren haben. Sabines Instinkt ist es zu verdanken, dass wir diesen wiederfinden und nicht in das falsche Tal absteigen.

Abb. 21: Packpause
Ewig geht es auf eher schlechtem Weg hinunter. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden erreichen wir Sarche und eine halbe Stunde später unseren Ausgangspunkt Pietramurata.

Abb. 22: Netter Wohnsitz am Toblino-See
Fazit: 4,5 Stunden für einen Aufstieg von 1.400 Höhenmetern, davon 1.200 Höhenmeter im Klettersteig. 3 Stunden für den Abstieg von 1.400 Höhenmetern. Ein eindrucksvolles Erlebnis.
Nach zwei vorangegangen Klettertagen beschließen wir, uns am dritten Tag der Kultur zu widmen und fahren eine Runde rund um den Gardasee. An der netten Halbinsel Sirmione halten wir für einige Stunden, bevor wir die felsige und tunneldurchlöcherte Westküste zurück Richtung Torbole/Nago kurven.

Abb. 23: Streetlife in Sirmione

Abb. 24: Im Süden

Abb. 25: Sabine in einer Gelateria

Abb. 26: I don’t like a rolling stone

Abb. 27: An der Burg im Sirmione