Heute schlafen wir länger und fahren recht unbeschwert auf den Falkert, wo wir den Falkensteig, den wir bereits voriges Jahr bewältigt haben, neuerlich in Angriff nehmen wollen. Wir starten am späten Vormittag, dass das Wetter mehr und mehr zuzieht, beunruhigt uns (vorerst) nicht.

Aufstieg
Abb. 1: Aufstieg

Es scheint einiges los zu sein, in der Ferne ist im Aufstieg am Horizont eine Silhouette zu erkennen.

Aufsteiger
Abb. 2: Aufsteiger (Mitte rechts)

Bis zum Einstieg durchwandern wir von Enzian übersäte Almwiesen. Direkt am Nebenhang beobachtet uns eine furchtlose Gemsenschar.

Enzian
Abb. 3: Enzian

Direkt vor uns befinden sich Klettersteig-Anfänger mit einem Führer. Während die zwei Damen bereits in der ersten Verschneidung, einer der Schlüsselstellen des Steiges, kehrt machen, klettern ihre Männer weiter nach oben. Jetzt sind wir dran.

Einstieg
Abb. 4: Einstieg

Der Steig ist nichts für Anfänger. Auf Grund des gestrigen starken Regens gestaltet sich bereits der erste Aufschwung äußerst zäh. Der Fels ist rutschig und gefährlich. Darüber hinaus beginnt es leicht zu regnen.

Verschneidung
Abb. 5: Sabine in der ersten Verschneidung (D-Stelle)

Die Schwierigkeit eines Klettersteiges erhöht sich bei Regen dramatisch. Besonders der Falkensteig fordert uns viel Mühe und Armkraft ab, rutschen wir doch oft an den felsigen und erdigen Stellen mit unseren Füßen durch die Gegend. Die Umgekehrten bestaunen uns von unten. Den Gemsen sind wir egal.

Höher!
Abb. 6: Sabine strebt nach oben (rechts unten die Umgekehrten, links fallen Gemsen ein)

Der Regen wird immer stärker und der Steig fast unbegehbar. Man rutscht am Stahlseil und am Boden. Dennoch erreichen wir schon bald die Stelle mit dem Wandbuch und den Notausstieg, welchen wir angesichts des Regens einschlagen.

Vor dem Notausstieg
Abb. 7: Vor dem Notausstieg

Stolz auf die wirklich eindrucksvolle Leistung, einen Klettersteig mit Schwierigkeit D bei extremer Nässe bewältigt zu haben, steigen wir über eine feuchte und rutschige Wiese nach unten ab, wo wir etwa zwei Stunden nach Aufbruch unser Auto erreichen.

Abstieg
Abb. 8: Falkertsee

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