25. April 2011
Vom Gasthof Bodenbauer geht es in Richtung Ogrisbauer und anschließend wieder abwärts retour ins Bodental. Dort besuchen wir das “Meerauge”, bevor wir wieder zum Auto marschieren. Kurzer Ausflug in netter Gegend.

Abb. 1: Karawankenblick

Abb. 2: Überstieg

Abb. 3: Schleichende Begegnung

Abb. 4: Im Bodental

Abb. 5: Hausfront

Abb. 6: Meerauge
17. April 2011
1. Tag: Sallagonischlucht
Bevor wir zu unserem Hotel in Nago kommen, queren wir bei Dro Richtung Drena ab, um zur abenteuerlichen, wildromantischen Schlucht des Rio Sallagoni zu gelangen. Bereits zu Beginn überraschen mehrere überhängende C-Stellen.
Abb. 1: Sallagonischlucht - Klettersteigbeginn

Abb. 2: Sabine im Anstieg

Abb. 3: Sabine hängt ab
Ein großer Spreizschritt und wir steigen zum Bach ab, der stark wasserführend ist. Dann wieder leicht rauf und über ein äußerst wackelige Seilbrücke.

Abb. 4: Schluchtenabenteuer

Abb. 5: Neuerlicher Aufstieg

Abb. 6: Die Schlucht weitet sich
Es geht wieder nach unten, und wir tänzeln auf aus dem Bach stehenden Steinen entlang. Lange geht es dahin, bis wir den zweiten Teil der Ferrata erreichen. Dort wurde kein Seil angebracht, lediglich ein paar Klemmen erleichtern den Aufstieg. Im Wesentlichen handelt es sich um Stellen mit Schwierigkeitsgrad B, wobei ich - tolpatschig wie ich nunmal bin - auch einmal bis zum Knie im Wasser versinke.

Abb. 7: Klettersteig, Teil 2
Die Stufen werden enger. Wir erreichen den Ausstieg direkt unter einer riesigen Kläranlage. Die Weinberge steigen wir hoch bis zum Castello Drena, wo wir uns im örtlichen Schirmlokal neben einem lustigen Kanalarbeiter, der kurzzeitig im Untergrund verschwindet, ein Bier gönnen. Schließlich steigen wir die Straße querend auf einem alten Weg wieder ab. Als wir den Parkplatz erreichen, sind wir etwas mehr als zwei Stunden unterwegs.

Abb. 8: Castello Drena

Abb. 9: Am Ende
2. Tag: Via ferrata Ernesto Che Guevara
Wer die Geschichte vom Freiheitskämpfer kennt, kann sich ausmalen, welches Abenteuer die Bewältigung eines gleichnamigen Klettersteiges bieten soll. Das verifizieren wir, indem wir mit dem Auto etwa 20 Minuten von Nago nach Pietramurata gondeln, wo wir in einem Industriegebiet parken und uns auf das Abenteuer der Superlative einlassen. Majestätisch bäumt sich das Bergmassiv vor uns auf.

Abb. 10: Das Massiv, im linken Bereich erfolgt der Aufstieg
Ab 08.50 Uhr steigen wir steil bergauf. Etwa 25 Minuten später befinden wir uns am Einstieg des technisch weniger schwierigen (C) aber konditionell brutal fordernden Klettersteigs Ernesto Che Guevara. Bereits der erste Aufschwung hat es in sich. Im Nachhinein befinden wir die ersten Meter als die technisch anspruchvollsten, wenn diese auch in der offiziellen Kletter-Topographie lediglich mit B/C bewertet werden.

Abb. 11: Erste Aufschwünge

Abb. 12: Aufwärts
Der Aufstieg ist zäh und lange. Da ich etwa fünf Liter Wasser zusätzlich im Rucksack trage, ist es für mich außerordentlich schweißtreibend. Einige Klettereinlagen und wir befinden uns schon bald am alten Einstieg. Dort geht es über unendlich viele Klammern geradewegs nach oben, was ich als äußerst belastend empfinde. Wir queren Teile des riesigen horizontalen Felsplateaus.

Abb. 13: Ausblicke

Abb. 14: Felsquerung
Weiter geht es nach oben, vorwiegend auf B-wertigen Stellen und in schwierigem Gehgelände. Nach einer gefühlten Ewigkeit befinden wir uns beim Wandbuch, wo ich eine nette Notiz hinterlasse. Noch 450 Höhenmeter liegen vor uns.

Abb. 15: Am Wandbuch
Steil weiter. Nach vielen Höhenmetern schließlich noch zwei schwierige Steigstellen (B/C und C) und ein weiteres gesichertes Band. Dann endlich befinden wir uns am wunderschönen Hochplateau, wo wir unsere geschundenen Kadaver ins Gras schmeißen und glücklich sind.

Abb. 16: Sabine kommt höher

Abb. 17: Dem Gipfel vorgelagert

Abb. 18: Den Toblino-See im Blick

Abb. 19: Am Hochplateau angelangt

Abb. 20: Am Gipfel
Nach einer kurzen Pause und einer Tafel Schokolade geht es an den Abstieg. Schon bald bemerken wir schockiert, dass wir den markierten Steig verloren haben. Sabines Instinkt ist es zu verdanken, dass wir diesen wiederfinden und nicht in das falsche Tal absteigen.

Abb. 21: Packpause
Ewig geht es auf eher schlechtem Weg hinunter. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden erreichen wir Sarche und eine halbe Stunde später unseren Ausgangspunkt Pietramurata.

Abb. 22: Netter Wohnsitz am Toblino-See
Fazit: 4,5 Stunden für einen Aufstieg von 1.400 Höhenmetern, davon 1.200 Höhenmeter im Klettersteig. 3 Stunden für den Abstieg von 1.400 Höhenmetern. Ein eindrucksvolles Erlebnis.
3. Tag: Sirmione
Nach zwei vorangegangen Klettertagen beschließen wir, uns am dritten Tag der Kultur zu widmen und fahren eine Runde rund um den Gardasee. An der netten Halbinsel Sirmione halten wir für einige Stunden, bevor wir die felsige und tunneldurchlöcherte Westküste zurück Richtung Torbole/Nago kurven.

Abb. 23: Streetlife in Sirmione

Abb. 24: Im Süden

Abb. 25: Sabine in einer Gelateria

Abb. 26: I don’t like a rolling stone

Abb. 27: An der Burg im Sirmione
10. April 2011
Wie bereits im letzten Jahr eröffnen wir die heurige Klettersteigsaison mit der Kurzferrata am Dreifaltigkeitsfelsen in Lavamünd. Kurz vor zehn Uhr am Vormittag begeben wir uns zum markanten Steig unterhalb der Dreifaltigkeitskirche. Nur ein Kletterer im Vorstieg.

Abb. 1: Dreifaltigkeitsfelsen, ein Mann darin
Wir schnallen unser Klettergeschirr um und los geht’s.

Abb. 2: Einstieg
Schon kurz nach dem lustigen Einstieg kommen wir zur ersten Schlüsselstelle, eine Steilpassage der C-Kategorie.

Abb. 3: Die erste C-Stelle
Ich steige vor, Sabine klettert geschwind nach. Zugegeben, die Aufschwünge gehen in die Armmuskulatur, doch während wir im Frühling 2010 eher planlos nach oben stiegen, machen sich die mehreren Tausend Klettersteighöhenmeter im letzten Jahr durchaus bemerkbar und wir haben viel Spaß im Steig.

Abb. 4: Sabine vor der langen Querung
Im Steig, mitten in der sympathischen Grenzgemeinde Lavamünd gelegen, ergeben sich immer wieder nette Ausblicke auf Ortschaft und Drau.

Abb. 5: Lavamünd
Insgesamt bewältigen wir die Ferrata in etwa 25 Minuten und steigen quer durch den Wald zu unserem Ausgangspunkt ab. Eine äußerst gelungene Klettersteig-Auftaktveranstaltung!

Abb. 6: Sabine auf den letzten Metern
Wir bemerken erfreut, dass man in Lavamünd im Cafe Kramer äußerst lecker frühstücken kann. Nachdem wir diesen wunderschönen Frühlingstag aber nicht einfach so sportlich abschließen wollen, fahren wir wieder Richtung Heimat, nur ein Stück weiter, bis Pörtschach, wo wir von der Hohen Gloriette aus Blicke auf den Wörthersee genießen wollen. Als in nach Ankunft und kurzem Weg einen Tümpel fotografiere, bemerke ich, dass sich etwas grauschwarzes zwischen meinen Füßen durchschlängelt und zischt. “Mutz Mutz” ist gekommen. Leider kann ich nicht eindeutig identifizieren, ob es sich bei “Mutz Mutz” um eine Kreuzotter oder um eine Äskulapnatter handelt. Angesichts der Größe tippe ich eher auf Zweiteres.

Abb. 7: Mutz Mutz im Untergehölz
Unerschrocken steigen wir weiter auf, vorerst zur Ruine Leonstein, wo einst ein junger Prinz irrtümlicherweise seinen Schwager erdolchte, woraufhin er vorerst nach Rom pilgerte, um anschließend als Einsiedler auf der Schlangeninsel im Wörthersee dahin zu fristen. Zum Schluss sind dann wie meistens alle gestorben.

Abb. 8: Bei der Ruine Leonstein
Dann geht es wieder runter und den anderen Weg rauf zur Hohen Gloriette, die wir verlassen vorfinden. Die Panoramatafel verkündet uns viele Bergspitzen. Lustig, auf etwa der Hälfte davon sind wir bereits gestanden.

Abb. 9: “Da waren wir auch schon” (gemeint ist der Koschutnikturm)
Von der Hohen Gloriette ergeben sich wunderschöne Ausblicke auf den Wörther See, die Karawanken und Teile der Julischen Alpen.

Abb. 10: Ausblicke auf die westlichen Karawanken und die Julier
Lange Zeit verbringen wir auf diesem tollen Aussichtspunkt, wo den Klängen von Brahms gelauscht werden kann. Wir aber entscheiden uns für eine ungarische Volksmelodie. Nach längerem Aufenthalt - völlig alleine - steigen wir wieder ab, bereichert um neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

Abb. 11: Musikalischer Rastplatz