11. August 2010

Via dell’Amicizia

Abgelegt unter: Klettersteige, Wandern — Markus Ertl @ 20:56

Anlässlich unseres Gardasee-Kurzurlaubes konnten wir es natürlich nicht lassen, einen der ältesten und bekanntesten Klettersteige in den Gardaseebergen zu absolvieren. Die Via dell’Amicizia führt direkt von unserem Urlaubsort Riva del Garda an der Nordseite des Sees auf mehreren Leitern und versicherten Stellen über etwa 1.300 Höhenmeter zum Gipfel des Cime S.A.T. - alias “Schweinsberg” (O-Ton Sabine) - mit fantastischen Ausblicken auf den See und die umgebende Landschaft.

Wir starten um etwa 07.45 Uhr vom Hotel und wandern das zu dieser Zeit noch menschenleere Nordufer des Gardasees entlang bis zur Aufstiegsstelle an der Via Bastione.

Morgenidylle
Abb. 1: Morgenidylle am Gardasee

Durchwegs geht es steil aufwärts. Vorerst auf gepflasterter Straße, später auf Steinen und Geröll bis zu einer privaten bewirtschafteten Hütte, wo wir uns ein Wasser gönnen. Nach kurzer Rast folgen wir dem Wegweiser zur Ferrata und legen am unteren Hubschrauberlandeplatz unser Klettergeschirr an.

Aufbruch
Abb. 2: Auf zum Klettersteig

Wir wandern lange über Blockgestein und manche technisch einfache versicherten Stellen bis zur ersten Leiternreihe, die wir entlang klettern (Schwierigkeit B/C). Während ich mich an den Leitern spiele, ist Sabine von den rostig-knarzenden, offensichtlich aus der Mitte des letzten Jahrhunderts stammenden Tritthilfen wenig begeistert. Bereits nach Absolvierung der ersten Passage ergeben sich fantastische Ausblicke.

Erste Leiter
Abb. 3: Am Ende der ersten Leiternreihe

Weiter geht es über eine lange Terrasse, durchsetzt mit Buschwerk. Der Weg zieht sich steil und scheinbar endlos dahin, bis wir schließlich die zweite Leiternreihe, das forderndste Stück der Ferrata, erreichen und entlang klettern.

Ausblicke
Abb. 4: Ausblicke auf Riva und den Gardasee

Doch auch diese Passage meistern wir mehr oder weniger problemlos, queren neuerlich mit Buschwerk durchsetzten Fels und erreichen die letzte Leiterreihe, die wir schnurstracks nach oben hüpfen.

Letzte Leiter
Abb. 5: An der letzten Leiter

Ein paar versicherte Stellen weiter und wir befinden uns unmittelbar am Gipfel des Cima S.A.T.

Am Gipfel
Abb. 6: Direkt unterhalb des Gipfels

Schließlich geht es noch über eine B/C-Stelle nach unten bis zur Weggabelung, an der wir wieder pausieren. Als Abstieg wählen wir den markierten Wanderweg Nr. 413 bzw. 404 über die Kapelle St. Barbara bis zur schon absolvierten Schutzhütte, die wir leider versperrt vorfinden. Also steigen wir gleich weiter zu unserem Ausgangspunkt nach Riva ab. Insgesamt ist die Ferrata meines Erachtens eine lohnende Tagestour. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Leitern vertraut und daraus den nötigen Spaß ableiten kann.

Erklärung
Abb. 7: Bei einem Bier erklärt es sich am besten, warum die Leitern vertrauenswürdig sind

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