Heute düsen wir mit dem Auto in eineinhalb Stunden zum Plöckenpass, wo wir uns aufmachen, um den neu angelegten Oberst Gressel Steig zu erklimmen. Die erste Kunst besteht im Auffinden der Einstiegsstelle der kürzlich errichteten Ferrata. Nach nur wenig zögern steigen wir gleich steil bergauf. Der Steig ist sehr luftig, die Häuser am Plöckenpass im Hintergrund werden immer kleiner. Zwei etwas knackige Aufstiegsstellen stürmen wir geschwind, bis wir schließlich zur Schlüsselstelle, einem mit Tritthilfen gesicherten Überhang (Schwierigkeit “C”) kommen. Doch auch den queren wir im Nu und steigen bis zur Cellonschulter auf. Insgesamt haben uns die eineinhalb Stunden Aufstieg viel Spass gemacht.

Trotz des unsicheren Wetters versuchen wir weiter in Richtung Frischenkofel anzusteigen. Unsere Aufstiegsroute folgt dem Zustieg zum Steinbergerweg, einem Klettersteig Mitten in der Rinne unterhalb des Gipfels. Wir erreichen ihn und steigen über extrem steile mit Blockgestein durchsetzte Wiesen nach oben. Gerade an jener Stelle, an welcher der Steig für etwa fünfhundert Meter unterbrochen wird, liegen Mitten in der Schlucht einige Schneefelder. Auch wenn der Aufstieg grundsätzlich nur leichte Klettereinlagen erfordern würde, stellt sich die Situation bei Schnee völlig anders dar. Unser Beschluss umzukehren wird durch einsetzenden Regen bestärkt. Wir steigen also die steilen Wiesen wieder bergab, wenden uns an der Cellonschulter in Richtung Wanderweg und trotten gemütlich runter. Beobachtet werden wir dabei von Herrn und Frau Murmel, welche sich im leichten Regen zu duschen scheinen und sich ungewöhnlich weit aus ihren Löchern hervortrauen. Etwa fünf Stunden nach Aufbruch erreichen wir unseren Ausgangspunkt, den Gasthof an der Plöckenpasshöhe.

Aufstieg
Abb. 1: Einstieg in den Oberst Gressel Weg

Sabine kommt
Abb. 2: Sabine strebt nach oben

Knackig
Abb. 3: Schon recht luftig

luftig
Abb. 4: Auch eine knackige Stelle

Am Ausstieg
Abb. 5: Am Ausstieg des Oberst Gressel Weges

Altschnee
Abb. 6: Altschneefelder machen eine Freikletterei am Steinbergerweg unmöglich

Rückweg
Abb, 7: Rückweg Richtung Plöckenpass

Murmel
Abb. 8: Neugieriger Herr Murmel

© 2012 Fledermausland Suffusion theme by Sayontan Sinha
Better Tag Cloud