
Abb. 1: Topographie
“Üblicherweise bekommen Frauen am Valentinstag Blumen und Pralinien, können es sich gemütlich machen und werden nicht auf einen Berg getrieben.” Die weiteren Worte werden vom Wind in alle Richtungen geweht und erreichen mich nicht. Ganz sicher aber bin ich, dass ich mehrmals das Wort “Sklaventreiber” von meiner ein wenig genervten Freundin vernehmen kann, welche sich etwa zwanzig Meter hinter mir mit ihren Schneeschuhen den Berg hochquält.

Abb. 2: Morgenlicht in Flattnitz
Eine Stunde vorher: Wir befinden uns an der Talstation der Doppelsesselbahn in Flattnitz und wandern gemütlich der Spitzeralm entlang. Schon kurz nach dem Start zweigt der Weg in Richtung Haidner Höhe rechts ab, die Schneeschuhe kommen zum Einsatz.

Abb. 3: Wie haut das bloß mit diesen Alpenvereins-Patschen hin?
Wir steigen den Österreichischen Weitwanderweg 09 - Salzsteigweg steil bergauf gemütlich dahin.

Abb. 4: Im Aufstieg
Eine große Erleichterung bildet die Tourenspur, die es uns erspart, in den geschätzten 70 cm Neuschnee selbst zu spuren. Langsam aber stetig steigen wir im Wald bergauf.

Abb. 5: Sabine im Aufstieg
Wie erwartet stellt sich die Flattnitz im Winterkleid völlig anders als im Sommer dar. Auch ist der Anstieg heute nicht zu unterschätzen.

Abb. 6: Winterlicher Aufstieg
Langsam aber unerbittlich lassen wir die 1.600m-Marke hinter uns liegen und steigen weiter. Der Baumbewuchs wird nimmt zunehmend ab (fragliches Phrasenkonstrukt).

Abb. 7: Sabine, schon weit oben
Weitgehend unberührte Natur bietet sich unseren Augen im Laufe des anstrengenden Anstiegs.

Abb. 8: Verschneite Almen
Flott kommen wir voran.

Abb. 9: Sabine im Aufstieg
Wir erreichen schließlich jenen Punkt, welcher die Wegscheide zwischen dem Glödnitztal (Jauernig), dem Kuster und dem Flattnitzer Hochboden bildet. Noch lässt uns die Sonne einige Blicke auf unsere Heimat werfen.

Abb. 10: Blicke ins Glödnitztal
Schließlich hört der Baumbewuchs völlig auf und wir queren ausgehend vom Haidner Trog den Hochboden bis zum Hirnloch. Das bisher wunderbare Wetter verwandelt sich in ein Meer von Hochnebel. Die Sicht reicht wenig Meter. Ein gewaltiger Knall in unserer weitläufigeren Umgebung verkündet eine Lawine oder zumindest ein riesiges Schneebrett, das sich nach unten wälzt. Nicht weit von uns entfernt wurde gestern eine Lawine beobachtet. Wir sehen uns kurz an und beschließen offensichtlich, über derartige Phänomene zu schweigen.

Abb. 11: Die Dominanz eines Farbtons
Unbeeindruckt stapfen wir weiter, begegnen ziellosen skurillen Typen und treten in Richtung Hirnkopfstüberln (mir verlangt es mehr und mehr nach einem Gerstentrank) wieder in den Wald ein.

Abb. 12: Durchblick
Nach drei Stunden und zwanzig Minuten haben wir schließlich den Hirnkopf und die neu sanierte Gastwirtschaft erreicht. Natürlich gönnen wir uns etwas Flüssiges und gondeln anschließend mit dem Sessellift in wenigen Minuten ins Tal.

Abb. 13: Sabine am Hirnkopf-Gipfelkreuz




