18. Februar 2012
Heute treffen wir uns vormittags mit Hannes vom Go-Vertical-Team in Vorderberg, um in der nahegelegenen Klamm ein wenig an dem gefrorenen Wasserfall zu klettern. Es macht viel Spaß, mit den Steigeisen und den Eisgeräten die Klamm bei max. Eiskletterschwierigkeit von 3- hochzuklettern. Sabine und ich steigen den Fall nach kurzem Aufwärmen souverän durch, während wir uns gegenseitig sichern. Nur beim zweiten Versuch komme ich am Steilstück nicht mehr weiter. Möglicherweise liegt es an der Erschöpfung, möglicherweise aber auch an der Wärme, die dem Eis sichtbar den Garaus macht. Nach diesem faszinierenden Erlebnis gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen auf der Roßtrattenhütte am Dobratsch. Ich schätze, das wird nicht unsere letzte Eisklettertour gewesen sein! Weitere Fotos gibt es (hoffentlich) in den nächsten Tagen.

Abb. 1: In der Klamm

Abb. 2: Einstieg in den Wasserfall

Abb. 3: Abseilen

Abb. 4: An der Villacher Alpenstraße

Abb. 5: Rote Wand

Abb. 6: Auf der Villacher Alpenstraße
19. Januar 2012
“Tiefer gehen” lautet das letzte Werk der Autoren des Unikum-Teams. Wir nützen einen Vorschlag des Büchleins zu einer Kultur- und Naturtour während eines Kurzaufenthaltes in Aurisina in der Nähe von Triest. Es handelt sich dabei um eine weitgehend einsame Wanderung durch eines der letzten Täler vor der Adriaküste in Slowenisch-Istrien von Crni kal (St. Serg) bis nach Hrastovlje (Chrästeirach) und retour.

Abb. 1: Der schiefe Turm von Crni kal
Ausgangspunkt ist das Dörfchen Crni kal in der Nähe der längsten Autobahnbrücke Sloweniens, wo uns ein schiefer Kirchturm, der von einem lächerlich dünnen Stahlseil am Kippen gehindert werden soll, willkommen heißt. Am nördlichen Ortsrand steigen wir auf einem Weg steil bergan, bis wir eine Burgruine erreichen. In der Folge ergeben sich schöne Ausblicke ins südliche Tal.
Abb. 2: Rückblick
Wir wandern ständig entlang der Geländekante und genießen die wunderbare Luft, die zwar vom Hochnebel durchzogen ist, aber außerordentlich frisch ist. Das nahe Meer macht sich stark bemerkbar.

Abb. 3: Karststufen

Abb. 4: Talschaft
Über ein gesichertes Stück Fels steigen wir vertikal kurz ab, um anschließend wieder langsam nach oben zu gehen. Wir queren Höhlen und typische Karstlandschaften, die auch für Kletterer attraktiv zu sein scheinen.

Abb. 5: Kletterregion
Wir überqueren sehr behutsam die Eisenbahngleise. Wenige Augenblicke später düsen die Bahnwagons vom Meer kommend auch schon vorbei.

Abb. 6: Die Geleise sollten schnell gequert werden …
Schon bald befinden wir uns wieder auf der Geländekante und marschieren dort etwa eine halbe Stunde mit wunderbaren Blicken entlang. Bald ergeben sich Ausblicke auf Podpec, ein Dörfchen, dass sich dem Fuße des Berges angeschmiegt hat.

Abb. 7: Geländekante

Abb. 8: Blick auf Podpec (vorne) und Hrastovlje (hinten)

Abb. 9: Immer wieder leicht windig
Über eine alte Turmruine steigen wir ins Dorf Podpec ab. Eine verlassene und scheinbar aufgegebene Ortschaft. Ein Hund, der offenbar das obere Stockwerk eines leerstehenden Hauses bewohnt, heißt uns willkommen.

Abb. 10: Der Dorfbewohner
Vom geisterhaften Podpec steigen wir weiter taleinwärts bis zur nächsten größeren Siedlung Hratovlje, den äußersten Punkt unserer Tour. Hier steht eines der größten sakralen Denkmäler Sloweniens in Form der Dreifaltigkeitskirche, welche den berühmten mittelalterlichen Totentanz in Fresken beinhaltet. Wir genießen ein leckeres Essen vor der Kirche und wenden uns anschließend wieder in unsere Ausgangsrichtung.

Abb. 11: In Hrastovlje
Bei unserem Rückweg queren wir das seltsame Örtchen Loka. Wiederum ein weitgehend verlassener und dem Verfall preisgegebener Weiler, der seine Blütezeit noch vor seiner Zerstörung im Jahr 1615 durch die Uskoken erlebte.

Abb. 12: Loka Nr. 37

Abb. 13: Das Gefährt passt zur Umgebung
Vom oberen Ortsrand von Loka aus durchschreiten wir einen Wald ständig aufwärts, bis wir etwa sechs Stunden nach Aufbruch unseren Ausgangspunkt erreichen.
Abends quartieren wir uns in einem Bauernhof in Aurisina nahe Triest ein. Nachdem eine geöffnete Kneipe nicht auffindbar ist, versorgen wir uns beim örtlichen Spar mit Essen und Getränken und lassen den Abend bei Wein (und Karaoke aus dem winzigsten Fernsehgerät der Welt) gemütlich ausklingen.

Abb. 14: Ich studiere …

Abb. 15: … Sabine denkt nur an den Wein

Abb. 16: Ende
31. Dezember 2011
Jahresabschlusswanderung. Vom Beginn der alten Straße auf den Loiblpass. Anschließend mampfen wir etwas auf einem verlassenen Hochstand.

Abb. 1: Rundumblick

Abb. 2: Auf der alten Passstraße

Abb. 3: Blick nach Slowenien

Abb. 4: Straße nach Slowenien

Abb. 5: Durchschreitung am Rückweg

Abb. 6: Flotter Rückweg

Abb. 7: Geeigneter Pausenplatz

Abb. 8: Tanzstudie

Abb. 9: Abwärts

Abb. 10: Ich war auch dabei (hier vor Alt St. Leonhard)